| Diese Aufnahmen zeigen ein
eruptives Gebilde am Sonnenrand. Die Beobachtungen zogen sich über den
ganzen Tag von etwa 07:00 UT bis 14:00UT hin. Das
Objekt zeigte wie alle eruptiven Protuberanzen anfänglich eine enorme
Helligkeit und sehr schnell sich verändernde morphologische Strukturen.
Während der hektischen Aufnahmephasen wurde auch immer mal wieder kurze
Okularbeobachtungen mit dem Bino und Vergrößerungen von 270 bis 800
fach eingeschoben. Dabei kamen unterschiedliche Filter zum Einsatz. Die
visuell eindrucksvollsten Bilder zeigte wiedermal der verbesserte
Multichromatfilter. Eine intensiv rotleuchtende Erscheinung über einer
schneeweißen Sonnenscheibe welche zum größten Teil durch die
koronografische Blende abgedeckt wurde. Man kann den Eindruck verbal
schwer beschreiben. Unbedarfte Beobachter wie meine Nachbarn oder meine
Frau sagen dazu einfach "wunderschön"! Die
Luftbedingungen waren bedingt durch eine rel. hohe Luftfeuchte gut,
hätten aber noch besser sein können. So gibt es Bilder denen die
gewisse Schärfe fehlt. Der Grund hierfür liegt nicht etwa in einer
falsche Fokussierung, sondern im falschen Zeitpunkt des Auslösens. Es
zeigt sich, wie wichtig die absolute Kontrolle aller Einflussparameter
zum Zeitpunkt der Aufnahme und das Ausschalten etwaiger ungünstiger
Konzentrationsfaktoren ist. Verbesserungen der
Schärfe durch USM gehen zu Lasten der Authentizität und verbieten sich
für mich im nachhinein. USM wird bei mir sowieso sehr wenig und wenn
notwendig dann vor allem gefühlvoll eingesetzt. Das A und O für
Spitzenergebnisse sind ohnehin einwandfreies Ausgangsmaterial.
Alle Bilder sind auf TP 2415 und Ilford Multigrade seidenmatt
abgezogen und danach mit 600dpi gescannt worden. Es wurde außer einer
einfachen Helligkeitsanpassung (Menü "Kontrast und Helligkeit") keine
weitere Bildbearbeitung vorgenommen. Die
Bilder sind in der zeitlichen Reihenfolge von links nach rechts
zeilenweise angeordnet. |